Gerichtliche Medizin

Im Bereich der Klinischen Gerichtsmedizin laufen derzeit folgende Projekte mit unterschiedlichen Fragestellungen.

PILOTPROJEKT TELEMEDIZIN IN DER KLINISCH-FORENSISCHEN UNTERSUCHUNG

In dem vom Land Steiermark geförderten Projekt wird ein telemedizinisches System, die Forensic PETRA, aufgebaut, um eine klinisch–forensische Untersuchung live mit den Augen der*des Untersucherin*Untersuchers gerichtsmedizinisch begleiten zu können.

Gerichtsmedizin

PILOTPROJEKT MODELLREGION SÜD

In dem von der Bundesregierung geförderten Projekt wird die Gewaltambulanz des D & F Instituts für Gerichtliche Medizin ausgebaut und begonnen gerichtsverwertbare klinisch–forensische Untersuchungen nach neuesten wissenschaftlichen Standards flächendeckend anzubieten.

Mehr über die Gewaltambulanz erfahren

Forensische Altersschätzung bei Lebenden mittels MRT

Der Goldstandard in der forensischen Altersbestimmung beruht neben der äußeren Untersuchung einer Person auf der Auswertung eines OPG (Orthopantomogramm, Zahnröntgen), einer Röntgenaufnahme von Hand und Handgelenk sowie einer CT der Schlüsselbeine. Diese Methoden sind mit einer Strahlenbelastung verbunden - ein immer wiederkehrendes Thema in der öffentlichen und politischen Diskussion.

Die Ziele dieser laufenden Studie sind

  • die Untersuchung aller derzeit für die forensische Altersschätzung bei lebenden Jugendlichen verwendeten Informationen an denselben Personen und
  • die Bestimmung statistisch relevanter Referenzwerte für männliche Mitteleuropäer, die für die forensische Altersschätzung verwendet werden können,

indem eine MRT-Untersuchung von drei Körperregionen in einer einzigen Sitzung durchgeführt wird.

Studienleitung

Univ.-Ass. Dr.scient.med.
Thomas Widek, MSc

Altersbestimmung von Hämatomen im subkutanen Fettgewebe von Lebenden

In der klinischen Gerichtsmedizin ist es oft wichtig, den Zeitpunkt der Entstehung von Weichteilverletzungen zu bestimmen, da die Datierung der Verletzungen für die Rekonstruktion von Straftaten häufig unerlässlich ist.

Ziel dieser Studie ist es, die MRT-Charakteristika von Hämatomen zu bewerten, die experimentell durch kontrollierte Anwendung eines Stoßes mit einem mechanischen Gerät bei Probanden erzeugt wurden. Die Hämatome werden dann zu verschiedenen Zeitpunkten auf einem 3T-MRT-Scanner repetitiv gescannt und die entstandenen Bilder analysiert.

Studienleitung

Univ.-Ass. Dr.scient.med.
Thomas Widek, MSc