Gerichtliche Medizin

Im Bereich der Klinischen Gerichtsmedizin laufen derzeit drei Studien mit unterschiedlichen Fragestellungen.

Nachweis von Strangulationsbefunden mittels MRT

Da sich bei lebenden Opfern von Gewalt gegen den Hals die gerichtsmedizinische Beurteilung aufgrund von keinen oder nur dezent und kurzzeitig sichtbaren äußerlichen Befunden schwierig gestalten kann, ist es sinnvoll, innere Befunde durch bildgebende Methoden, z.B. MRT, zu ergänzen. Ziel der laufenden Studie ist die Klassifikation bzw. morphologische Definition der Art und Schwere der Gewalt gegen den Hals mittels MRT.

Studienleitung

Univ. FÄ Dr.in
Isabella Klasinc  
T: +43 316 385 73134

Team

Mitarbeiter*innen

Altersschätzung von Hämatomen mittels MRT

In der klinischen Gerichtsmedizin werden Hämatome und andere äußere sichtbare Verletzungen zur Rekonstruktion des Tathergangs herangezogen. Die zeitliche Zuordnung von Hämatomen spielt dabei eine wesentliche Rolle; gestaltet sich allerdings basierend auf äußeren Befunden oftmals schwierig. Die Darstellung von subkutanen Hämatomen mittels MRT soll eine genauere zeitliche Beurteilung ermöglichen.

Studienleitung

Univ. FÄ Dr.in
Kathrin Ogris,  MA
T: +43 316 385 73131

Team

Altersschätzung am Lebenden

Sowohl in Zivil- und Asylverfahren wie auch in strafrechtlichen Verfahren kann das Lebensalter von lebenden Personen von großer Bedeutung sein. Mit dieser Studie wird untersucht, ob die üblichen Methoden zur Knochenaltersbestimmung an der Hand, den Schlüsselbeinen und den Zähnen mit ionisierender Strahlung (z.B. Röntgen, CT) auch auf Magnetresonanz-Bildern angewandt werden können, um zukünftig die strahlenbelastenden Untersuchungen für die forensische Altersdiagnostik durch eine nicht-ionisierende Untersuchungsmethode zu ersetzen.

Studienleitung

Thomas Widek, MSc  MSc
T: +43 316 385 71462

Team