Gerichtliche Medizin

Mithilfe molekularbiologischer Methoden lassen sich bestimmte Fragestellungen in der Forensik – insbesondere auf dem Gebiet der Identifizierung – verlässlich beantworten. Anhand des sogenannten genetischen Fingerabdrucks können Muster von variablen DNA-Abschnitten, welche für jeden Menschen einzigartig sind, dargestellt werden. Hierbei handelt es sich um STRs (Short Tandem Repeats) – also DNA-Bereiche mit bestimmter Abfolge, welche unterschiedlich häufig wiederholt sind.

DNA kommt im Zellkern und in bestimmten Zellorganellen, den sogenannten Mitochondrien vor. Die Kern-DNA (chromosomale DNA) ist Träger der gesamten Erbinformationen. Chromosomale DNA enthält lediglich zu 2 – 3 % codierende (abzulesende) Information, der überwiegende Rest besteht hingegen aus nicht codierenden Sequenzen. Diese sind hochindividuell und eignen sich daher für forensische Zwecke.

Leistungssprektrum:

  • Abstammungbegutachtungen (Vaterschaft, Mutterschaft und andere Verwandschaftsverhältnisse)
  • Identifikation unbekannter Leichen / Leichenteile (auch bei Massenunfällen, Katastrophen)
  • Molekularbiologische Untersuchung biologischer Spuren